Viermal zu Gast – jedes Mal neue Gespräche
- 19. März
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 19. März

„Wieso kann Gerd nicht Lesen und Schreiben, er ist doch Erwachsen?“
Mit dieser Frage startete einer der Workshops auch dieses Jahr erneut an der Hermann-Sander-Grundschule – und sie stand stellvertretend für viele neugierige, ehrliche Gedanken der Schüler:innen.
Insgesamt viermal waren wir mit der Lebendigen Bibliothek zu Gast und haben mit dem gesamten vierten Jahrgang gearbeitet. Im Mittelpunkt stand Gerd – unser Lebendiges Buch zum Thema „geringe Literalität“. Offen beantwortete er Fragen aus seinem Leben und davon, wie es ist, wenn Lesen und Schreiben im Alltag nicht selbstverständlich sind.
Schnell wurde klar: Die Kinder wollten verstehen. Wie fühlt sich das an? Was macht man, wenn man etwas nicht lesen kann? Und warum spricht man so selten darüber?
Die Schüler:innen kamen mit Gerd ins Gespräch. Sie stellten direkte Fragen, hörten aufmerksam zu und begannen, ihre eigenen Vorurteile zu hinterfragen. Aus Unsicherheit wurde Interesse – und aus Distanz echte Begegnung. Jede Klasse brachte eigene Fragen, eigene Perspektiven und eigene Aha-Momente mit. Genau das macht die Lebendige Bibliothek aus: Begegnungen auf Augenhöhe, die Raum für ehrlichen Austausch schaffen.
Am Ende blieb vor allem eines: ein neues Verständnis dafür, dass hinter jedem Thema ein Mensch steht – mit seiner eigenen Geschichte.
Vielen Dank an die Hermann-Sander-Grundschule für vier bereichernde Workshops!

















